OZ: Händler wollen Proteste ausweiten

Ostseezeitung berichtet am 30. Juni 2010:

Händler wollen Proteste ausweiten

Warnemünde. Mit den Einzelhändlern aus Kühlungsborn und Boltenhagen will sich jetzt die Warnemünder Händlergruppe verbünden, die am Wochenende in Warnemünde gegen eine “maßvolle” Bäderregelung protestierte. An Ständen unter dem Leuchtturm und auf der Strombrücke verteilten sie Flugblätter. In vielen Geschäften hingen Plakate, auf denen die Landeskirchen als Verursacher der angespannten Situation angeprangert wurden. Sie hatten mit einer Klage die bestehende Bäderregelung zu Fall gebracht. Insgesat wurden 2000 Unterschriften gesammelt, die dem Wirtschaftsministerium zugestellt werden sollen. ”Wir wollen keine ‘maßvolle’ Bäderregelung”, unterstrich Evelin Wunderlich, die am Strom die Boutique “Einfach anders” betreibt. Sie wünscht sich sogar, dass sich die Händler bis nach Berlin zusammentun. “Maßvoll” bedeutet, dass Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen ordentlich eingeschränkt werden, sagt sie. Und Burkhard Rohde, Geschäftsführer der Mare Baltic GmbH, ergänzt: “Wir wollen, dass es für uns besser und nicht schlechter wird. Irgendeinen Kompromiss mit den Kirchen  werden wir nicht akzeptieren.” Vom Warnemünder Pfarrer fordert Rohde, dass er sich ähnlich positioniert wie Pastor Thomas Vogel von der Kirchengemeinde Timmendorfer Strand. Dieser habe eine Klage seiner Landeskirche gegen die Bäderregelung als Zeichen der Schwäche bewertet und abgelehnt. (OZ: A.T. )

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Sonntagsverkauf in Gefahr!

Der sonntägliche Einkaufsbummel durch die FerienorteMecklenburg-Vorpommerns soll künftig stark eingeschränkt werden. Die Mecklenburgische und Pommersche Evangelische Kirche hat gegen die aktuelle Bäderverkaufsordnung, die an ca. 47 Sonntagen die Ladenöffnung in den Badeorten erlaubte, geklagt. Diese Bäderregelung beinhaltete schon starke Einschränkungen, da sie den Verkauf an verschiedenen Feiertagen – so am 1. Januar, am 1. Mai und an weiteren Feiertagen -  ausschloss, was in den Jahren vorher möglich war. Am 7. April 2010 hat das Oberverwaltungsgericht in Greifswald entschieden, dass auch der Verkauf an den Sonntagen stark eingeschränkt werden muss. 

Wird dies umgesetzt, so stehen Touristen, Urlauber und Gäste demnächst an den meisten Sonntagen und an allen Feiertagen vor verschlossenen Türen.

Für die Händler bedeutet das einen derartig starken Umsatzverlust, dass viele ihre Rechnungen im Winter nicht bezahlen können bzw. ihre Läden schließen müssen. Die Infrastruktur in den Badeorten ist in Gefahr, bei der Umsetzung dieses Urteils werden auch viele Arbeitsplätze vernichtet. Die Tourismusregion Mecklenburg-Vorpommern steht im Wettbewerb mit anderen Ostseeregionen, die durchgehend den Wettbewerbsvorteil ganzjähriger großzügiger Ladenöffnungszeiten haben.

Wir Händler und Gewerbetreibenden fordern von der Regierung in Schwerin eine uneingeschränkte Freigabe der Ladenöffnungszeiten in den Badeorten Mecklenburg-Vorpommerns.

Lasst den Touristen ihren Familieneinkaufssonntag!

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